1. Warum wird mein Beitrag so stark erhöht?

Die gesetzlichen Vorschriften (Versicherungsaufsichtsgesetz VAG und Krankenversicherungsaufsichtsverordnung KVAV) zur Beitragsanpassung in der privaten Krankenversicherung (PKV) legen fest: Eine Beitragsanpassung darf nur erfolgen, wenn die Versicherungsleistungen in einem Tarif nachweislich um mindestens 5% bzw. 10% (je nach Tarif) höher liegen als ursprünglich kalkuliert. Ob diese Bedingungen vorliegen, wird von einem unabhängigen Treuhänder kontrolliert.

Die Kostensteigerungen in den PKV-Tarifen überschreiten – glücklicherweise – längst nicht in jedem Jahr diese vorgeschriebenen Schwellenwerte. Dann gibt es auch keine Beitragsanpassung.

Weil die Kosten des medizinischen Fortschritts in Deutschland gleichwohl stetig steigen, müssen die Veränderungen der Vorjahre zwangsläufig in die Beiträge einkalkuliert werden, sobald der Schwellenwert überschritten wird. Dann kommt es zu einer aufholenden Anpassung der Beiträge an die tatsächliche Kostenentwicklung. So wird die allgemeine Teuerung der Medizin den Versicherten nachträglich „auf einen Schlag" in Rechnung gestellt.

Dies alles hätten wir unseren Versicherten gerne erspart. Die PKV hat deshalb frühzeitig den Gesetzgeber aufgefordert, die Kalkulationsvorschriften an diese Entwicklungen anzupassen, um eine stetigere und maßvollere Beitragsentwicklung ohne derartige „Sprünge" zu erreichen. Leider konnte sich die große Koalition nicht auf eine Korrektur einigen.

Ihr Vorteil als uniVersa-Kunde

Als uniVersa-Kunde profitieren auch Sie von dem medizinischen Fortschritt, der sich z. B. in neuen Behandlungsmethoden oder neuen Medikamenten zeigt. Da Ihre Leistungen – im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) – vertraglich garantiert sind, wird sich daran künftig auch nichts ändern.

Altersbedingte Umstellungen für Kinder und Jugendliche

Ab dem 01.01.2020 zahlen Kinder, die im Dezember 2019 das 16. Lebensjahr vollenden, den Beitrag für Erwachsene bzw. für Jugendliche, sofern der Tarif einen Beitrag für Jugendliche vorsieht. Personen, die im Dezember 2019 das 21. Lebensjahr vollenden, zahlen ab dem 01.01.2020 den im Tarif vorgesehenen Erwachsenenbeitrag. Der Erwachsenenbeitrag beinhaltet grundsätzlich Sparanteile zur Bildung der Alterungs-rückstellung für das mit zunehmendem Alter steigende Krankheitsrisiko (siehe auch Frage 5).

Zusätzlich wird für alle Personen, die im Jahr 2019 das 21. Lebensjahr vollenden, ab dem 01.01.2020 erstmals der gesetzliche Zuschlag in Höhe von 10% erhoben.

Sollten in Ihrem Vertrag versicherte Personen hiervon betroffen sein, wurde darauf in einem gesonderten Nachtrag zum Versicherungsschein hingewiesen.


2. Fallen die Beitragserhöhungen bei gesetzlichen Krankenkassen geringer aus?

Auch die gesetzlichen Krankenkassen sind von dem Kostenanstieg im Gesundheitswesen betroffen, so dass es regelmäßige Beitragserhöhungen gibt.

Dabei legt der Gesetzgeber den zu zahlenden Beitragssatz fest. Ab dem 01.01.2020 liegt der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung bei 14,6%. Hinzu kommt kassenindividuell ein Zusatzbeitragssatz, den jede Krankenkasse für ihre Versicherten selbst festlegt.

Nach Festlegung des Bundesministeriums für Gesundheit wird der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz der Krankenkassen 1,1% betragen. Somit zahlen gesetzlich Versicherte mit einem Einkommen über der Bei-tragsbemessungsgrenze (mtl. 4.687,50 EUR) und einem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz von 1,1% ab dem 01.01.2020 inklusive Pflegeversicherung bis zu 890,63 EUR monatlich. Im Jahr 1980 waren es noch 183,33 EUR.

Gleichzeitig nimmt der Gesetzgeber regelmäßig durch Reformen Einfluss auf den Versicherungsumfang. So kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Leistungskürzungen, z. B. im Rahmen des GKV-Neuordnungsgesetz 1997, als die Leistungen für Implantate gestrichen wurden oder durch das GKV-Modernisierungsgesetz 2004, seitdem Sehhilfen nur noch in Ausnahmefällen erstattet werden und die Leistungen für Zahnersatz auf das Kostenniveau einer Regelversorgung abgesenkt wurden.

Ihr Vorteil als uniVersa-Kunde

Als Privatversicherte(r) bei der uniVersa Krankenversicherung a. G. bleiben Sie von Leistungskürzungen verschont, da Ihre Leistungen vertraglich garantiert sind.
Zudem schreibt die uniVersa TARIFPFLEGE groß und modernisiert immer wieder – auch für Sie als Bestandskunde – die Versicherungsbedingungen und verbessert damit die Leistungen.


3. Warum ist die Beitragsentwicklung in der privaten Krankenversicherung (PKV) manchmal so sprunghaft?

Steigende Behandlungskosten, medizinischer Fortschritt und neue Behandlungsmethoden führen generell zu höheren Beiträgen in der Krankenversicherung – in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ebenso wie in der privaten Krankenversicherung (PKV).

Die Beitragsentwicklung in der GKV und PKV war in den letzten 10 Jahren sehr vergleichbar, obwohl in der PKV bessere Leistungen und eine kapitalgedeckte Vorsorge enthalten sind.

In der GKV steigt der Beitrag in der Regel jedes Jahr. Zudem steigt jedes Jahr die Beitragsbemessungs-grenze, allein in 2019 um 1.350 EUR, dies entspricht 253,80 EUR mehr Beitrag. In 2020 wird die Beitragsbe-messungsgrenze jetzt um 1.800 EUR angehoben. Für Besserverdienende bedeutet das eine effektive Bei-tragssteigerung von über 590 EUR innerhalb von zwei Jahren.

Die PKV hingegen kann aufgrund der gesetzlichen Vorschriften ihre Beiträge nur in größeren zeitlichen Ab-ständen an geänderte Kostenentwicklungen anpassen. So muss die allgemeine Teuerung der Medizin nach-träglich „auf einen Schlag" in Rechnung gestellt werden. Dies würden wir unseren Versicherten gerne erspa-ren. Doch solange der Gesetzgeber das Regelwerk nicht ändert, ist das nicht möglich.


4. Warum werden die Tarife in der privaten Krankenversicherung unterschiedlich angepasst?

Im Rahmen der vertraglichen Leistungszusage können sich die Leistungsausgaben des Versicherers z. B. wegen steigender Heilbehandlungskosten, einer häufigeren Inanspruchnahme medizinischer Leistungen oder aufgrund steigender Lebenserwartung ändern.

Der Gesetzgeber verpflichtet daher alle privaten Krankenversicherungsunternehmen mindestens jährlich für jede Beobachtungseinheit (z. B. Männer, Tarif ST1/100) die erforderlichen mit den kalkulierten Versicherungsleistungen und Sterbewahrscheinlichkeiten zu vergleichen. Durch diese regelmäßige Überprüfung ist die dauerhafte Erfüllbarkeit der vertraglich zugesagten Versicherungsleistungen gewährleistet.

Liegt bei dem Vergleich der kalkulierten mit den tatsächlichen Leistungen eine Differenz von mehr als 5% bzw. 10% (je nach Tarif) vor oder weicht die kalkulierte Sterbewahrscheinlichkeit von der tatsächlichen um mehr als 5% ab, sind die den einzelnen Tarifen zugrundeliegenden Rechnungsgrundlagen (Leistungsausgaben, Rechnungszins, Sterblichkeit, ...) zu überprüfen und wenn nötig, entsprechende Beitragsanpassungen vorzunehmen.

Da innerhalb des jeweiligen Tarifs jede Altersstufe separat betrachtet werden muss, kann es zu unterschiedlichen Anpassungen kommen. So ist es auch möglich, dass es innerhalb eines Tarifs gleichzeitig Beitragssenkungen und Beitragserhöhungen gibt.


5. Die Gesundheitskosten sind doch gar nicht so stark gestiegen. Woher kommt diese Beitragserhöhung?

Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) werden für die gesamte Lebenserwartung des Versicherten kalkuliert. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist der Leistungsumfang eines jeden Vertrages in der PKV garantiert und kann nicht gekürzt werden. Dazu sorgt die PKV finanziell vor, indem große Teile der Beiträge der Versicherten als Alterungsrückstellungen zinsbringend auf dem Kapitalmarkt angelegt werden.

Nach einem Anstieg der Gesundheitskosten muss bei jeder Beitragsanpassung auch diese Vorsorge an das neue Kostenniveau angepasst werden, damit die lebenslange Leistungsgarantie gehalten werden kann.

Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen in den letzten Jahren immer weiter abgesenkt. Seit 2016 liegt dieser sogar bei null.

Die Alterungsrückstellungen der PKV-Tarife wurden seit Jahrzehnten mit einem sogenannten Rechnungszins von 3,5% kalkuliert. Diesen Zins – und meistens noch deutlich mehr – hat die PKV auch über Jahrzehnte für ihre Kunden erwirtschaftet. Selbst als der Leitzins der Europäischen Zentralbank 2014 in Richtung Null gesenkt wurde, betrug die durchschnittliche Nettoverzinsung der PKV-Kapitalanlagen noch immer starke 3,9%. Allerdings resultiert dieser Erfolg vor allem aus dem Anteil langlaufender Anleihen aus früheren Jahren, als es noch deutlich höhere Zinsen gab. Durch die Niedrigzinspolitik sind heute bei jeder neuen Geldanlage die Erträge natürlich geringer. In der Folge schneidet die PKV bei ihren Kapitalanlagen zwar immer noch besser ab als viele andere, aber eben auch nicht mehr so gut wie früher. Um aber die Gesundheitsleistungen im Alter auch für die Zukunft solide abzusichern, muss die PKV den Zinsschwund berücksichtigen. Die fehlen-den Zinserträge müssen entsprechend durch zusätzliche Beiträge ausgeglichen werden.

Die sinkenden Zinsen treffen nun auf die starren gesetzlichen Kalkulationsvorschriften. Danach kann das Zinsniveau nicht jedes Jahr aktuell in den Beiträgen berücksichtigt werden. Die PKV muss warten, bis die Veränderung der Leistungsausgaben oder der Sterblichkeit einen Schwellenwert überschreitet – und dann zusätzlich auch den Ausgleich für die gesunkenen Zinserträge einkalkulieren. Daher sind die Unternehmen jetzt in vielen Tarifen gezwungen, zeitverzögert die schon seit Jahren andauernde Niedrigzinsphase auf einmal einzupreisen.

Dies alles hätten wir unseren Versicherten gerne erspart. Die PKV hat deshalb frühzeitig den Gesetzgeber aufgefordert, die Kalkulationsvorschriften an diese Entwicklungen anzupassen, um eine stetigere und maßvollere Beitragsentwicklung ohne derartige „Sprünge" zu erreichen. Leider konnte sich die große Koalition nicht auf eine Korrektur einigen.


6. Wieso steigt der Beitrag in der Pflegepflichtversicherung (Tarife PVN/PVB)?

Der Gesetzgeber hat in den letzten Jahren den Leistungsumfang der Pflegepflichtversicherung in mehreren Reformschritten deutlich ausgeweitet. Dadurch sind nicht nur die Ansprüche jedes einzelnen Pflegebedürftigen gewachsen; stark gestiegen ist auch die Zahl der Versicherten, die Leistungen aus der Pflegeversicherung beanspruchen können. Das sind zunächst einmal gute Nachrichten für die Pflegebedürftigen und für das Pflegesystem in Deutschland. Die Reformen erhöhen die Solidarität der Gesunden mit den Pflegebedürftigen, sie steigern die Qualität der Pflege – und auch Sie selbst als Versicherte haben damit einen Anspruch auf bessere Leistungen im Pflegefall.

Diese Verbesserungen haben aber ihren Preis und müssen von allen Versicherten durch entsprechend höhere Beiträge finanziert werden. Dies betrifft die Soziale Pflegeversicherung (SPV) und die Private Pflegepflichtversicherung (PPV) in gleicher Weise, denn beide bieten die gleichen Leistungen, die gesetzlich vorgegeben sind. In der SPV, deren Beitrag sich nach Prozentsätzen des persönlichen Einkommens bemisst, wurden diese Beitragssätze schon ab dem Jahr 2015 in zwei Stufen stark erhöht. So betrug der Beitrag eines Durchschnittsverdieners in der SPV zuvor 66 Euro im Monat und wird 2020 rund 110 EUR betragen. Der Höchstbeitrag für gesetzlich Versicherte an der Beitragsbemessungsgrenze stieg im selben Zeitraum von 93 EUR auf rund 155 EUR im Monat.

Nähere Informationen: www.pkv.de

Die Vorschriften für unsere Kalkulation

Anders als in der SPV berechnet sich in der PPV der Beitrag nach gesetzlich festgeschriebenen versicherungsmathematischen Regeln. Demnach darf Ihr Beitrag immer erst neu berechnet werden, wenn nachweislich mindestens ein von zwei gesetzlich definierten Indikatoren dies anzeigt. Erstens, wenn die Leistungsausgaben stark von der bisherigen Beitragskalkulation abweichen; zweitens wenn die allgemeine Lebenser-wartung sich von der bisher angenommenen unterscheidet. Dabei muss zudem ein vorgeschriebener Schwellenwert von 5% überschritten werden. Erst danach dürfen die Beiträge neu berechnet werden – wobei ein unabhängiger Treuhändern darüber wacht, dass alle gesetzlichen Regelungen erfüllt sind.

Situation im Tarif PVB

Die 5%-Schwellenwert-Regelung hat zur Folge, dass die Versicherungsleistungen mehrere Jahre lang ansteigen können, aber noch unter der 5%-Schwelle bleiben. Sobald der Schwellenwert in einem Jahr überschritten wird, müssen dann alle tatsächlich an die Versicherten erbrachten Leistungen (auch aus den Vorjahren) in die neue Kalkulation eingerechnet werden. Diese Situation ist jetzt in Ihrer PPV eingetreten.

Als Besonderheit der Pflegereformen kam es zwar 2017 und 2019 zu zwei Beitragserhöhungen, bei denen der Gesetzgeber jedoch nur die Kalkulation der Leistungsänderungen aufgrund der Pflegereformen erlaubte. Alle anderen in der Zwischenzeit eingetretenen Änderungen blieben daher unbeachtet. Die letzte vollständige Beitragsanpassung aufgrund einer Überschreitung der 5%-Schwelle in Ihrer Tarifstufe PVB erfolgte 2015 und liegt somit bereits 5 Jahre zurück. Bei der aktuellen Überprüfung ist der Schwellenwert bei den Leistungs-ausgaben mit 8,85% überschritten. Deswegen musste jetzt eine vollständige Neukalkulation erfolgen, bei der dann alle Rechnungsgrundlagen zu überprüfen sind.

Zu diesen Rechnungsgrundlagen gehört neben den gesteigerten Versicherungsleistungen auch der sogenannte Rechnungszins. Die Höhe der Zinseinnahmen hat wesentlichen Einfluss auf den Beitrag. Denn die Private Pflegepflichtversicherung bildet für die im höheren Alter absehbar steigenden Pflegekosten eine kapitalgedeckte Vorsorge mit Zins und Zinseszins. Wie nachhaltig dieses System funktioniert, können Sie auch daran erkennen, dass es in Ihrem Tarif PVB in den letzten 20 Jahren überwiegend Beitragssenkungen gegeben hat. Doch jetzt wirken sich die Folgen der europäischen Niedrigzinspolitik spürbar auf die Beiträge Ihrer Pflege-Vorsorge aus. Um die Pflegeleistungen auch für die Zukunft solide abzusichern, muss der gegenwärtige Niedrigzins berücksichtigt werden. Was aus dem Zinsertrag nicht erwirtschaftet werden kann, muss durch eine Erhöhung der Vorsorge ausgeglichen werden, also durch gestiegene Beiträge.

Daher sind wir jetzt gezwungen, zeitverzögert die schon seit Jahren andauernde Niedrigzinsphase „auf einen Schlag" einzupreisen. Dieser neue, abgesenkte Rechnungszins ergibt sich aus einem versicherungsmathematischen Verfahren, das auch von der Finanzaufsichtsbehörde BaFin überwacht wird. In Ihrem neuen Beitrag ist er bis ans Lebensende einkalkuliert. Für den aktuellen Rechnungszins ist danach also keine weitere Beitragserhöhung erforderlich. Aber natürlich weiß niemand, wie sich das Zinsniveau in der Zukunft weiter entwickeln wird. Es kann also noch weiter sinken. Auch wenn es heute nur ein schwacher Trost ist: Nach aller Erfahrung wird es auch wieder Phasen steigender Zinsen geben. Das wird sich dann nach derselben Logik entlastend auf die Beiträge auswirken. Dieser Anspruch ist gesetzlich garantiert.

Ein weiterer wesentlicher Grund für die gestiegenen Ausgaben ist darin zu finden, dass infolge der Pflegereform die Zahl der leistungsberechtigten Versicherten deutlich stärker gestiegen ist als vom Gesetzgeber erwartet. Dazu hat bereits die Bundesregierung mitgeteilt: „Die mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs verbundenen Leistungsverbesserungen sind in größerem Umfang von den Pflegebedürftigen angenommen worden als im Vorfeld von der Bundesregierung geschätzt worden war. Zudem ist auch die Zahl der Pflegebedürftigen stärker gestiegen als ursprünglich vermutet. Daraus hat sich ein höherer Finanzierungsbedarf ergeben als ursprünglich - im Jahr 2015 - erwartet. Dieser Anstieg betrifft die SPV und die PPV in gleicher Weise – und ist nun auch Teil Ihrer Beitragserhöhung.

Situation im Tarif PVN

Bei der aktuellen Überprüfung ist der Schwellenwert bei den Leistungsausgaben mit einer Abweichung von 15,63% überschritten. Deswegen musste jetzt erneut eine vollständige Neukalkulation erfolgen, bei der wiederum alle Rechnungsgrundlagen aktualisiert werden.

Der wesentliche Grund für die gestiegenen Ausgaben ist darin zu finden, dass infolge der Pflegereformen die Zahl der leistungsberechtigten Versicherten deutlich stärker gestiegen ist als von uns und vom Gesetz-geber erwartet. Dazu hat die Bundesregierung mitgeteilt: „Die mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs verbundenen Leistungsverbesserungen sind in größerem Umfang von den Pflegebedürftigen angenommen worden als im Vorfeld von der Bundesregierung geschätzt worden war. Zudem ist auch die Zahl der Pflegebedürftigen stärker gestiegen als ursprünglich vermutet. Daraus hat sich ein höherer Finanzie-rungsbedarf ergeben als ursprünglich erwartet (Quelle: Bundestags-Drucksache 19/6183). Dieser Anstieg betrifft die SPV und die PPV in gleicher Weise.

Ein weiterer Grund für die Erhöhung der Beiträge ist, dass der solidarische Finanzierungsbedarf für gesetzlich festgelegte Beitragsbegrenzungen (z.B. die Beitragsfreiheit der Kinder, aber auch die Beitragsbegrenzungen für Ehe-/Lebenspartner) gestiegen ist.


7. Geht das jetzt jedes Jahr so weiter?

Keine Sorge. Der gesunkene Rechnungszins ist in Ihrem Tarif nämlich nicht nur für ein Jahr, sondern für das ganze Leben der Versicherten eingepreist worden. Selbst wenn es also bei dem neuen, niedrigen Rechnungszins bleibt, werden zukünftige Beitragsanpassungen dadurch nicht mehr belastet. Dieser Rechnungszins wird mit einem Verfahren bestimmt, das von der Finanzaufsichtsbehörde BaFin abgenommen wurde.

Auch wenn es heute nur ein schwacher Trost ist: Nach aller Erfahrung wird es auch wieder Phasen steigender Zinsen geben. Dann profitieren Sie als Privatversicherte auch wieder spürbar von wachsenden Zinserträgen. Dieser Anspruch ist gesetzlich garantiert: 90% der entstehenden Überschüsse kommen dann unmittelbar den Versicherten zugute, dämpfen also die Beitragsentwicklung in der Zukunft. Ohne an dieser Stelle falsche Versprechungen machen zu wollen, ist das bei einer Versicherungslaufzeit von 20, 30, 40 und mehr Jahren kein unrealistisches Szenario.


8. Die Versicherung erhöht mit der Beitragsanpassung doch nur ihre Gewinne…

Diese Vermutung ist falsch. Für eine Beitragsanpassung gibt es strenge gesetzliche Vorschriften. Grundsätzlich gibt es in der Kalkulation der PKV keinen „Gewinnzuschlag", der den Unternehmen zufließt. Ein PKV-Unternehmen muss mindestens 80% aller Überschüsse zugunsten seiner Versicherten verwenden. Nach Abzug der Steuern steht der Rest grundsätzlich zur freien Verfügung der Unternehmen. Auch davon verwenden wir noch viele Mittel zugunsten unserer Versicherten, wobei jegliche Verwendung nur unter Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders erfolgt. So lagen die durchschnittlichen tatsächlichen Überschussbeteiligungssätze der uniVersa Krankenversicherung in den letzten fünf Jahren bei über 88%. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit haben wir zusätzlich satzungsgemäß festgelegt, dass die verbleibenden Mittel in voller Höhe zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet werden, was die Sicherheit des Unternehmens stärkt und damit langfristig ebenfalls den Kunden zugutekommt!


9. Werde ich meinen Beitrag im Alter noch bezahlen können?

Im Alter erhalten Privatversicherte eine ganze Reihe finanzieller Entlastungen, die den Monatsbeitrag beträchtlich senken:

  • Für alle, die ab dem Jahr 2000 in die private Krankenversicherung (PKV) eingetreten sind, gibt es einen starken „Airbag" zur Dämpfung der Beiträge im Alter. Sie zahlen einen „gesetzlichen Zuschlag", dessen angesparte Summe ihren Beiträgen ab dem Alter 65 wieder zu Gute kommt. Dieser Zuschlag hat den jeweiligen Monatsbeitrag zunächst um 10 % verteuert. Ab dem 60. Lebensjahr verringert sich der Beitrag automatisch, dann muss der Zuschlag nicht länger gezahlt werden. Auch die meisten Privatversicherten, die schon vor 2000 in der PKV waren, haben ihre Verträge um diese Vorsorge ergänzt.
  • Mit Renteneintritt entfallen außerdem die Beiträge für das Krankentagegeld. Dieser Schutz vor Verdienstausfall bei langen Krankheiten im Beruf wird in der Rente nicht mehr benötigt.
  • Und privat versicherte Rentner erhalten von der gesetzlichen Rentenversicherung einen Zuschuss zu ihrer PKV. Der Zuschuss beträgt derzeit 7,85% zuzüglich des halben durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes (0,55%) vom Zahlbetrag der persönlichen Rente, wobei die Zahlung auf die Hälfte des tatsächlichen PKV-Beitrags begrenzt ist. Ein Beispiel: Wer über 45 Berufsjahre stets den Durch-schnittslohn verdiente, erhält bei einer Rente von rund 1.400 EUR derzeit 109,90 EUR Zuschuss zur Krankenversicherung.

Für Beamte erhöht sich im Alter der Beihilfesatz ihres Dienstherrn, sodass sie entsprechend weniger Beitrag für ihren ergänzenden PKV-Schutz aufwenden müssen.

Wer befürchtet, dass seine Alterseinkünfte zu niedrig sind, um sich den Versicherungsschutz ungeschmälert leisten zu können, dem empfehlen wir den Abschluss unserer Beitragsentlastungskomponente BE|flex bzw. uni-BE|flex. Arbeitnehmer können in vielen Fällen auch für diese Beiträge den Arbeitgeberanteil nutzen.

Übrigens: In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) richtet sich der Beitrag im Gegensatz zur PKV prozentual nach der Höhe des Einkommens. Dadurch ist er für Rentner oft geringer. Allerdings wird nicht nur die gesetzliche Rente mit dem Beitragssatz belastet. Zusätzlich müssen alle ehemaligen Arbeitnehmer auch auf ihre betriebliche Altersvorsorge den vollen Beitragssatz von derzeit rund 16% des gesamten angesparten Kapitals abführen – von einer Versicherungssumme in Höhe von z.B. 25.000 EUR sind das am Ende rund 4.000 EUR. Privatversicherte sind davon nicht betroffen – sie haben die entsprechenden Summen also u. a. als Reserve für ihre PKV-Beiträge im Alter zur Verfügung. Freiwillig GKV-Versicherte müssen den prozentualen Beitrag sogar auf ihre sämtlichen Einkünfte zahlen, also auch auf Kapitalerträge, Mieteinnahmen oder Einkünfte ihrer Ehepartner. Dies betrifft vor allem Selbstständige sowie Versicherte, die erst spät in die GKV gewechselt sind. Auch von diesen Beitragspflichten sind Privatversicherte nicht betroffen – und haben die entsprechenden Summen also wiederum als Reserve für ihre PKV-Beiträge zur Verfügung.


10. Ist meine Entscheidung für die private Krankenversicherung (PKV) immer noch richtig – oder wäre eine gesetzliche Krankenversicherung (GKV) besser für mich?

Diese Frage sollten Sie nicht allein anhand der Beitragshöhe beantworten. Das Entscheidende an einer Krankenversicherung sind schließlich die Qualität und der Umfang der Versorgung im Krankheitsfall – und zwar nicht erst dann, wenn es um Leben und Tod geht. Deshalb haben Sie sich für den besonderen Schutz als Privatpatient entschieden:

  • Weil die PKV Ihnen eine umfassende Versorgung bei allen Haus- und Fachärzten bietet.
  • Weil Sie nicht nur stationär, sondern auch ambulant auf die Spezialisten im Krankenhaus zurückgreifen können.
  • Weil die Ärzte bei Ihrer Behandlung nicht wie in der GKV an finanzielle Budgetgrenzen gebunden sind, sondern nach bestem medizinischem Wissen die neuesten Diagnosegeräte und Behandlungsmethoden einsetzen können.
  • Weil die Ärzte Ihnen die am besten geeigneten Medikamente, z. B. mit den geringsten Nebenwirkungen, verschreiben können und nicht nur das jeweils billigste Präparat.
  • Weil in der PKV neueste Diagnoseverfahren und Arzneien den Versicherten immer schnellstmöglich zur Verfügung stehen – ohne formale Genehmigungsverfahren wie in der GKV, die oft jahrelang dauern können.

Auch den Beitragsvergleich braucht die uniVersa Krankenversicherung a. G. nicht zu scheuen. Selbst nach der jetzigen Erhöhung bleibt der PKV-Beitrag meist deutlich unter dem, was man in der GKV zahlen müsste. Für privatversicherte Arbeitnehmer wären alternativ in der GKV 2020 mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1% monatlich 735,94 EUR zu zahlen. Außerdem werden Zuzahlungen für stationäre Aufenthalte, fast jedes Medikament sowie jedes Heil- und Hilfsmittel fällig. Hinzu kommen auch noch die Beiträge zur Pflegeversicherung, die in den allermeisten Fällen in der PKV deutlich günstiger sind. In der gesetzlichen Pflegeversicherung wären für privatversicherte Arbeitnehmer alternativ bis zu 154,69 EUR pro Monat zu zahlen.

Übrigens: In der GKV steigt der Beitrag jedes Jahr. Für Versicherte unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze werden bei jeder Lohnerhöhung automatisch rund 10% für die Krankenkasse abgezogen; wer mehr verdient, muss durch die jährliche Anhebung der Bemessungsgrenze höhere Beiträge abführen. Allein 2019 wurde sie von 4.425 EUR auf 4.537,50 EUR pro Monat erhöht. Ab 01.01.2020 beträgt die Beitragsbemessungsgrenze 4.687,50 EUR monatlich.

Fazit: Bei näherem Hinsehen ist die PKV im Leistungsvergleich wohl unverändert die richtige Entscheidung.


11. Es heißt, vom Eintritt in die private Krankenversicherung (PKV) bis zur Rente würde sich der Beitrag verdoppeln oder gar verdreifachen. Muss einem das nicht Angst machen?

Solch eine Vorhersage erscheint zunächst alarmierend, doch auf den zweiten Blick klärt sich das Bild: Denn ohne Vergleichsdaten, wie sich im selben Zeitraum die Löhne, die Preise und insbesondere die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland entwickeln, haben derartige Prognosen keinen Aussage wert.

Tatsache ist, dass sich der Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ganz ähnlich entwickelt. 1986 betrug der GKV-Beitrag für freiwillig versicherte Arbeitnehmer umgerechnet 261,93 EUR, er stieg in 34 Jahren auf 735,94 EUR im Jahr 2020. Das ist ein Anstieg um das 2,8-fache – und zwar in der Realität, nicht in der Prognose.

In der PKV verlief die Beitragsentwicklung sehr ähnlich – von den Kosten des medizinischen Fortschritts sind eben beide Krankenversicherungssysteme gleichermaßen betroffen. Und dieser Fortschritt hat ja nicht nur Folgen für die Finanzen. Sondern er hat auch sehr positive Folgen für die Qualität der medizinischen Behandlung und die Chance, länger gesund leben zu können.

IGES-Institut: Langfristige Entwicklung in GKV und PKV vergleichbar

Das unabhängige und anerkannte IGES-Institut hat die langfristigen Beitragsentwicklungen in der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung verglichen. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die langfristige Beitragsentwicklung in GKV und PKV in den letzten zwei Jahrzehnten ziemlich vergleichbar ist. Den IGES-Daten zufolge war im Zeitraum von 2010 bis 2017 die Beitragsentwicklung in der PKV mit 2,4 % pro Jahr sogar geringer als in der GKV mit 3,8 % pro Jahr. Aktuellere Zahlen liegen uns zurzeit nicht vor.


12. Welchen Einfluss auf eine Beitragsanpassung haben der medizinische Fortschritt und die Entwicklung der Behandlungskosten?

Der medizinische Fortschritt ermöglicht heute Behandlungserfolge, die noch vor wenigen Jahren nicht denkbar waren.

Neue Behandlungs- und Diagnoseverfahren, wirksamere Medikamente und verbesserte Hilfsmittel tragen dazu bei, dass...

...Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können,

...für Erkrankte die Lebensqualität gesteigert werden kann,

...Nebenwirkungen reduziert oder vermieden werden können,

...die Heilung früher unheilbar eingestufter Erkrankungen möglich ist und

...die allgemeine Lebenserwartung in den letzten Jahren kontinuierlich anstieg.

Entwicklungen, von denen Sie als uniVersa-Versicherte(r) profitieren. Denn Ihr Versicherungsschutz erweitert sich laufend um diese medizinischen Errungenschaften.
So kann dank neuer Medikamente beispielsweise die Virusinfektion „Hepatitis C" komplett zur Ausheilung gebracht werden. Die Kosten hierfür liegen je nach Behandlungsdauer allerdings bei 80.000 bis 120.000 EUR.

Magnetresonanztomografien (MRT) oder Computertomografien (CT) gehören mittlerweile in vielen Bereichen zum medizinischen Standard. Wo früher normale Röntgenaufnahmen zur Befunderhebung herangezogen wurden, ermöglichen diese Spezialuntersuchungen heutzutage eine zuverlässigere Diagnose. Bei einer MRT wird der Körper zudem keiner Strahlung ausgesetzt. Die Kosten für diese modernen bildgebenden Diagno-severfahren bewegen sich jedoch zwischen 350 EUR und 1.000 EUR. Und damit um ein Vielfaches über den Kosten für die klassische Röntgenaufnahme.

Und letztendlich führt auch die gestiegene Lebenserwartung zu zusätzlichen Ausgaben, da mit zunehmendem Alter statistisch gesehen auch mehr Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen werden.

Nachfolgend noch einige Beispiele aus dem Bereich der Behandlung von Herzerkrankungen, die den medizinischen Fortschritt, die dadurch entstehenden Vorteile aber auch die damit verbundenen Kosten ebenfalls verdeutlichen:

  • Herzoperationen

Laut statistischem Bundesamt wurden 2018 insgesamt 410.840 Herzoperationen durchgeführt – das sind 23% mehr als vor 10 Jahren (2008: 334.262). Aufgrund ständig verbesserter Operationstechniken ist es heute möglich, auch ältere Patienten zu operieren. So liegt das durchschnittliche Alter der operierten Herzpatienten bei 71 Jahren. Noch 1990 lag das Durchschnittsalter herzchirurgischer Patienten bei 55,8 Jahren.

  • Herzereignisrekorder

Ereignisrekorder werden zunehmend eingesetzt, um bei gelegentlichem Herzstolpern (das zum Beispiel bei einem Langzeit-EKG nicht aufgetreten ist) abzuklären, ob es sich um ein Vorhofflimmern handelt. Die Kosten für die Implantation eines derartigen Rekorders unter die Haut im Herzbereich belaufen sich auf bis zu 18.000 EUR.

  • Herzschrittmacher und Defibrillatoren

Zunehmend mehr Menschen profitieren von modernen Herzschrittmachern und Kardioverter-Defibrillatoren (zur Vermeidung des plötzlichen Herztodes durch Kammerflimmern). Nach Angaben des statistischen Bun-desamtes wurden im Jahr 2018 in Deutschland insgesamt 127.113 Eingriffe zur Einsetzung eines Herzschrittmachers oder Kardioverter-Defibrillators durchgeführt. Je nach Art und Umfang der Implantation be-wegen sich die Kosten hierfür im Bereich von ca. 5.000 EUR bis hin zu ca. 20.000 EUR.

  • Medizinische Weiterentwicklung bei Bypass-Operationen

Laut aktuellen Erhebungen wurden 2018 insgesamt 64.430 Bypass-Operationen in Deutschland durchgeführt. Die Kosten für einen derartigen Eingriff, der in der Regel am offenen, stillgelegten Herz unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine erfolgt, belaufen sich auf ca. 22.000 EUR.

  • Minimalinvasiver Herzklappenersatz

Die Verengung der Aortenklappe ist der häufigste Herzklappenfehler im hohen Lebensalter. In den meisten Fällen erfolgt der Herzklappenersatz während einer Operation am offenen Herzen. Die erkrankte Herzklappe wird entfernt. An deren Stelle wird dann die neue künstliche Herzklappe vernäht.

Die Operation hat bei Jüngeren, sonst Gesunden ein geringes Risiko, ist allerdings belastend und bedeutet für sehr alte oder kranke Menschen ein hohes Risiko. Seit kurzem gibt es dazu eine Alternative: Die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI).

Dabei wird die Ersatzklappe in zusammengefaltetem Zustand mittels Herzkatheter an ihren Einsatzort gebracht und dort entfaltet. Die TAVI wird gegenwärtig als Therapiealternative für Patienten gesehen, die dringend eine Aortenklappe benötigen, bei denen jedoch eine Operation unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine mit einem hohen Risiko verbunden wäre oder die als zu alt (>75 Jahre) betrachtet werden. Die Kosten für dieses minimalinvasive Verfahren sind mit ca. 34.000 EUR jedoch ca. doppelt so hoch wie für das herkömmliche Verfahren.


13. Welchen Einfluss auf eine Beitragsanpassung bzw. den bei der Beitragskalkulation verwendeten Rechnungszins hat die aktuelle Entwicklung der Kapitalmarktzinsen?

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden in der privaten Krankenversicherung (PKV) absehbare altersbedingte Kostensteigerungen bei der Kalkulation der Beiträge durch die Bildung von Alterungsrückstellungen bereits berücksichtigt.

So ist gemäß § 8a MB/KK der ihrem Vertrag zu Grunde liegenden Versicherungsbedingungen „eine Erhöhung der Beiträge oder Minderung der Leistungen des Versicherers wegen Älterwerdens der versicherten Person während der Dauer des Versicherungsverhältnisses ausgeschlossen". Diese Garantie gilt für alle Tarife, bei denen Alterungsrückstellungen gebildet werden und damit nahezu für alle privaten Krankenversicherungstarife.

Im Hinblick darauf setzt sich der von Ihnen zu zahlende Tarifbeitrag aus einem Risikoanteil und einem Sparanteil zusammen. Wobei die erforderliche Rückstellung nicht nur durch den Sparanteil in der Prämie gebildet wird, sondern auch durch die laufende Verzinsung der Alterungsrückstellung. Bei der Kalkulation der daraus resultierenden Zinses-Zins-Erträge wird der sogenannte Rechnungszins zu Grunde gelegt.

Reduzieren sich die am Kapitalmarkt zu erwirtschaftenden Zinseinnahmen dauerhaft und kann nach dem für alle PKV-Unternehmen einheitlich vorgeschriebenen Verfahren für den aktuariellen Unternehmenszins (AUZ) der bislang in der Kalkulation zu Grunde gelegte Rechnungszins nicht mehr erreicht werden, ist dieser ent-sprechend anzupassen.

Dabei kann die Anpassung des Rechnungszinses in einem Tarif erst dann erfolgen, wenn sich durch die Veränderung der Leistungsausgaben oder der Sterbewahrscheinlichkeit (siehe auch Frage 4) für den Tarif ein Anpassungsbedarf ergibt.

Im Hinblick auf das seit 2009 drastisch gesunkene und seit einigen Jahren extrem niedrige Zinsniveau (EZB-Leitzins seit 2016 bei 0%) kommt es durch das vorgeschriebene AUZ-Verfahren aktuell dazu, dass bei notwendigen Beitragsanpassungen von PKV-Tarifen auch der bei der Kalkulation des jeweiligen Tarifes zu Grunde gelegte Rechnungszins angepasst werden muss. Dies gilt auch für die im Rahmen dieser Beitragsanpassung betroffenen Tarife der uniVersa Krankenversicherung a. G., für die Alterungsrückstellungen gebildet werden.


14. Warum steigt der Beitrag, obwohl ich keine oder nur wenig Leistungen in Anspruch genommen habe?

Auch wenn es Ihnen ungewöhnlich oder gar ungerecht vorkommt, das Prinzip einer Versicherung basiert immer auf einer gemeinschaftlichen Deckung eines zufällig eintretenden, kalkulierbaren Geldbedarfs. Das heißt, alle Mitglieder einer Solidargemeinschaft zahlen einen Beitrag ein, damit bei Eintreten des Versiche-rungsfalles der Einzelne die Leistung erhält. Anders wäre die Finanzierung teurer Krankheits- bzw. Behandlungskosten, z. B. bei chronischen Erkrankungen oder nach schweren Unfällen, für den Einzelnen auch gar nicht möglich.

Der Beitrag bei Versicherungsbeginn wird nach dem jeweils gewählten Leistungsumfang sowie nach dem Lebensalter und den zu diesem Zeitpunkt möglicherweise bereits bestehenden Vorerkrankungen individuell kalkuliert.

Beispiel:

100.000 Versicherte zahlen jedes Jahr 3.000 EUR an ihre Krankenversicherung, also insgesamt 300 Millionen EUR. Viele davon sind gesund, manche müssen Medikamente nehmen, so gut wie alle Versicherten gehen zum Zahnarzt und einige wenige haben schwere Krankheiten.

Wenn angenommen 100 davon an Krebs leiden, mit Therapiekosten in Höhe von 50.000 EUR je Person und Jahr, dann beteiligen sich alle Versicherten mit je 50 EUR an der Heilung dieser 100 Schwerkranken.

Das heißt im konkreten Beispiel: Zwei Menschen, die zur selben Zeit, im gleichen Alter und gleichen Gesundheitszustand in denselben Versicherungstarif eingetreten sind, werden ihr Leben lang auch immer denselben Beitrag zahlen solange sie ihre Verträge nicht verändern, egal wie oft und wann sie krank werden.

Zugespitzt formuliert: Wenn Sie bis ans Lebensende nicht ein einziges Mal krank würden, wären Ihre Versicherungsbeiträge quasi ein Totalverlust – und Sie wären dennoch der wohl glücklichste Mensch auf Erden.


15. In den Medien heißt es, die Beiträge müssten auch deshalb steigen, weil in der privaten Krankenversicherung (PKV) heutzutage weniger neue Versicherte nachrücken…

Diese Vermutung ist falsch. Die Zahl neuer Kunden in einem Tarif hat auf die Beitragsentwicklung der Versicherten in diesem oder anderen Tarifen des Unternehmens prinzipiell keinen Einfluss.

Wie in der Antwort auf Frage 13 erläutert, wird der persönliche Beitrag bei Versicherungsbeginn nach dem jeweils gewählten Leistungsumfang sowie nach dem Lebensalter und den zu diesem Zeitpunkt möglicher-weise bereits bestehenden Vorerkrankungen individuell kalkuliert.

Auf der Basis langfristiger statistischer Erfahrungswerte über die Lebenserwartung der Menschen und die üblicherweise anfallenden Gesundheitskosten wird sodann der lebenslange Versicherungsschutz kalkuliert. Dabei muss die Summe der eingezahlten Beiträge im gesamten Versicherungsverlauf der Summe der Leis-tungsausgaben im Laufe des Lebens entsprechen.

Das PKV-Kalkulationsmodell trifft dabei gezielt Vorsorge für die typischerweise höheren Gesundheitsauf-wendungen im Alter. In jüngeren Jahren werden daher größere Teile des Beitrags als Alterungsrückstellungen auf dem Kapitalmarkt angelegt, um mit diesem Geld und den Kapitalerträgen später die höheren Ausgaben zu decken und die Beitragsentwicklung entsprechend zu dämpfen (siehe auch die Antworten auf die Fragen 2 und 3). Die Zahl der Neuzugänge in den Versicherungstarifen hat keinen Einfluss auf diese langfristige Vorsorge.


16. Wer entscheidet darüber, ob die Beiträge steigen, stabil bleiben oder sinken?

Die Notwendigkeit und Höhe der Beitragsanpassung ermittelt der verantwortliche Aktuar des Unternehmens. Ein von der uniVersa Krankenversicherung a. G. unabhängiger Treuhänder überprüft die Angemessenheit der Beitragsanpassung und muss dieser zustimmen. Der Treuhänder ist ein versicherungsmathematischer Sachverständiger, der im Interesse aller Versicherten auf die Einhaltung der bestehenden rechtlichen und kalkulatorischen Bestimmungen achtet.


17. Kann ich einer Beitragsanpassung widersprechen?

Nein, einer Beitragsanpassung kann nicht widersprochen werden, da Versicherer gesetzlich dazu verpflichtet sind, die für die Beitragskalkulation maßgeblichen Rechnungsgrundlagen zu überprüfen und ggf. die Beiträge anzupassen (vgl. § 155 Abs. 3 Versicherungsaufsichtsgesetz). Der Beitragsanpassung hat ein unabhängiger Treuhänder als Interessenvertreter der Versichertengemeinschaft zugestimmt.
Gerne können wir jedoch eine Optimierung Ihres Vertrages prüfen. Dabei unterstützen Sie qualifizierte Ansprechpartner, die Ihre Fragen kompetent beantworten. Sie erreichen uns montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer +49 911 5307-3699.


18. Kann ich die erhöhten Beiträge von der Steuer absetzen?

Ja. Der erhöhte Beitrag ist entsprechend der Absetzbarkeit des bisherigen Beitrages für den jeweiligen Tarif von der Steuer absetzbar. Dies führt zu einer Verringerung der tatsächlichen Belastung.

Seit 01.01.2010 können die Beiträge zu einer privaten Kranken- und Pflegepflichtversicherung steuerlich erheblich besser abgesetzt werden – ganz gleich ob für Angestellte, Beihilfeberechtigte, Selbstständige, Rentner oder Pensionäre. Dies gilt auch für deren Ehepartner und mitversicherte Kinder. So kann der Teil des Krankenversicherungsbeitrages, der einer gesetzlichen Basisabsicherung entspricht, uneingeschränkt abgesetzt werden. Die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung sind immer in voller Höhe steuerlich abzugsfähig.


19. Bekomme ich als Arbeitnehmer für einen eventuellen Mehrbeitrag auch einen höheren Arbeitgeberzuschuss?

Ja, wenn Sie den maximalen Arbeitgeberzuschuss noch nicht ausgeschöpft haben. In diesen Fällen beteiligt sich der Arbeitgeber mit bis zu 50% am Mehrbeitrag.

Im Jahr 2020 übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte des zu zahlenden Beitrages – inklusive aller mitversicherten Personen – bis zu einem monatlichen Betrag von 735,94 EUR für die Krankenversicherung und 142,96 EUR für die Pflegeversicherung (Basis: Rechengrößen für 2020 in der Sozialversicherung).


20. Welche Möglichkeiten habe ich, meinen Versicherungsschutz zu optimieren?

Die uniVersa Krankenversicherung a. G. bietet Ihnen ein branchenweit führendes Tarifwechselrecht, das weit über die gesetzlichen Wechselmöglichkeiten (§ 204 Versicherungsvertragsgesetz) hinausgeht.

Innerhalb der Produktlinien CLASSIC und ECONOMY stehen Ihnen zahlreiche Wechselmöglichkeiten ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeiten offen. Dabei werden die bis dahin gebildeten Alterungsrückstellungen vollständig angerechnet.

Ab dem 55. Lebensjahr (bei Erwerbsunfähigkeit auch schon früher) ist unter bestimmten Voraussetzungen auch ein Wechsel in den brancheneinheitlichen Basistarif bzw. den Standardtarif möglich. Die Leistungen entsprechen größtenteils der GKV und der Beitrag ist von der Höhe her begrenzt.

Unsere Empfehlung ist jedoch, stets andere Alternativen zuerst zu prüfen, da ein Wechsel in den Basis- oder Standardtarif mit Leistungseinschränkungen verbunden ist und ein Zurück nur mit erneuter Gesundheitsprüfung möglich ist.

Rufen Sie uns einfach an. Wir informieren Sie gerne individuell. Sie erreichen uns montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer +49 911 5307-3699.


21. Ist ein Wechsel zwischen geschlechtsabhängig kalkulierten Tarifen (Bisex-Tarife) und geschlechtsunabhängig kalkulierten Tarifen (Unisex-Tarife) möglich?

Ein Wechsel von geschlechtsabhängig kalkulierten Tarifen (Bisex-Tarife) in geschlechtsunabhängig kalkulierte Tarife (Unisex-Tarife) ist möglich.

Im Bereich der Krankheitskostenvollversicherung stehen unseren in Bisex-Tarifen versicherten Kunden insgesamt 467 Wechselmöglichkeiten (Unisex-Tarife bzw. alternative Bisex-Tarife) zur Verfügung. Davon können auf Grund des uniVersa-Tarifwechselrechts 432 direkt und ohne neue Gesundheitsfragen gewählt werden. Bei den übrigen 35 Fällen haben wir unsere Fragen auf ein Minimum verkürzt.

Ein Wechsel von Unisex-Tarifen in Bisex-Tarife ist auf Grund der gesetzlichen Vorschrift nach § 204 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) nicht möglich. Da diese Regelung auch für Kunden gilt, die zuvor bereits einmal in einem Bisex-Tarif versichert waren, sollte dies bei der Prüfung der individuellen Wechseloptionen zusätzlich berücksichtigt werden.

Hierbei stehen auch unseren in Unisex-Tarifen versicherten Kunden im Bereich der Krankheitskostenvollversicherung auf Grund des uniVersa-Tarifwechselrechts insgesamt 182 Wechselmöglichkeiten offen – davon 174 direkt und ohne neue Gesundheitsfragen sowie 8 mit einer vereinfachten Risikoprüfung.


22. Wo kann ich mich am besten darüber informieren, ob ein Tarifwechsel zur Optimierung meines Versicherungsschutzes möglich und sinnvoll ist?

Als uniVersa-Kunde genügt hier ein Anruf. Wir erläutern Ihnen gerne, inwieweit sich durch einen Tarifwechsel Ihr Versicherungsschutz, Ihre künftigen Wechseloptionen und natürlich auch ihr Beitrag verändern. Im Gegensatz zu externen Tarifwechselberatern können wir Ihnen kostenfrei den konkreten Beitrag des neuen Tarifes unter Anrechnung der von Ihnen bisher aufgebauten Rückstellungen nennen. Zudem sparen Sie sich dadurch die von externen Tarifwechselberatern erhobenen Wechselgebühren. Diese können, je nach Anbieter, bis zu 100% der Jahresersparnis zzgl. MwSt. betragen. Ein Umstand, der im Übrigen auch von Verbraucherschützern kritisiert wird: „Weil sich die Höhe des Honorars an der Ersparnis bemisst, können Tarifwechselberater versucht sein, einen möglichst günstigen Tarif zu finden, ohne Rücksicht auf Leistungsverluste zu nehmen."

Daher unsere Empfehlung: Als uniVersa-Kunde können Sie sich an Ihren Berater wenden, der als Ihr zuständiger Betreuer von uns alle für Sie wichtigen Daten erhält oder sich direkt bei uns melden. Sie erreichen uns montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Rufnummer +49 911 5307-3699.


23. Was kann ich tun, wenn ich meinen Beitrag absolut nicht mehr zahlen kann?

Wenn wirklich einmal „alle Stricke reißen" sollten, stehen Ihnen in der PKV zwei gesetzlich verankerte Sozialtarife zur Verfügung: der Standardtarif und der Basistarif. Diese Tarife werden von jedem PKV-Unternehmen angeboten.

Der Standardtarif ist der klassische Sozialtarif der PKV für langjährig Privatversicherte. Hier können Sie im Alter bei Bedarf Ihren Beitrag deutlich reduzieren. Der Durchschnittsbeitrag beträgt etwa 300 EUR im Monat, von denen bei Rentnern bis zu 150 EUR durch einen Zuschuss der Rentenversicherung abgedeckt werden können.

Der Standardtarif bietet Leistungen vergleichbar denen der GKV, wobei der Beitrag den aktuellen GKV-Höchstbeitrag nicht überschreiten darf. Im Standardtarif werden die von den Privatversicherten gebildeten Alterungsrückstellungen voll angerechnet, wodurch die Beiträge entsprechend gesenkt werden. Insbesondere für Rentner, die seit Jahrzehnten in ihrer privaten Krankenversicherung sind, ist der Beitrag im Standardtarif sehr gering und liegt meist weit unter dem oben genannten Durchschnittswert.

Die Leistungen im Basistarif sind denen in der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar, sein Beitrag darf den aktuellen GKV-Höchstbeitrag nicht überschreiten.

Der Basistarif ist ein soziales Netz für Hilfebedürftige (mit Anspruch auf Sozialleistungen wie Hartz IV oder Sozialhilfe). Hier erhalten Sie einen umfassenden Versicherungsschutz für einen eigenen Beitrag von null EUR: Denn nach der gesetzlichen Regelung wird bei Hilfebedürftigen der Beitrag im Basistarif von der Versicherung halbiert – und die Sozialbehörde übernimmt dann die andere Hälfte.


24. Ist es sinnvoll, zu einem anderen PKV-Unternehmen zu wechseln?

Durch eine Beitragserhöhung aufgrund der Beitragsanpassungsklausel besteht hinsichtlich der betroffenen versicherten Personen ein außerordentliches Kündigungsrecht (vgl. § 205 Abs. 4 Versicherungsvertragsge-setz). Bei der Entscheidung über einen Wechsel sollten Sie jedoch folgende Nachteile bedenken:

Verlust von bislang angesparten Alterungsrückstellungen

Bei einem Unternehmenswechsel gehen die bisher angesparten Alterungsrückstellungen verloren und müssen bei dem neuen Versicherer erst wieder aufgebaut werden. Auch bei Verträgen mit Versicherungsbeginnen ab dem 01.01.2009, bei denen ein Übertragungswert zur Mitnahme von Rückstellungen bei einem Anbieterwechsel gebildet wird, geht dennoch ein Teil der Rückstellungen verloren.

Verlust der Mittel aus dem gesetzlichen Zuschlag

Auch dieses Kapital geht bei einem Unternehmenswechsel verloren, wenn der Beginn Ihres Vertrages vor dem 01.01.2009 liegt.

Neue Gesundheitsprüfung

Aufgrund von Vorerkrankungen kann es beim neuen Anbieter zu besonderen Vertragsbedingungen, wie z. B. Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen kommen.

Verlust der Bar-Beitragsrückerstattung (BRE)

Bereits seit Jahren erhalten uniVersa-Kunden, die im Vorjahr keine Leistungen in Anspruch genommen haben, eine attraktive Bar-Beitragsrückerstattung von bis zu vier Monatsbeiträgen. Bei einem Unternehmenswechsel verlieren Sie diesen Anspruch.

Veränderter Leistungsumfang

Günstigere Tarifbeiträge lassen sich für gewöhnlich nur mit reduziertem Leistungsumfang oder höherem Selbstbehalt erreichen. Zudem drohen Ihnen tarifliche Einschränkungen, wie z. B. erneute Höchstsätze und/oder Wartezeiten.

Ihr Vorteil als uniVersa-Kunde

Oftmals gibt es bei einem Krankenversicherungsvertrag Optimierungsmöglichkeiten – und das unter vollständiger Anrechnung der bislang angesparten Alterungsrückstellungen. Unsere Empfehlung lautet daher: Sie sollten grundsätzlich zuerst Ihre Möglichkeiten bei der uniVersa Krankenversicherung a. G. prüfen!

Gerade das umfassende Tarifwechselrecht der uniVersa Krankenversicherung a. G. bietet viele Umstellungsmöglichkeiten, durch die sich ggf. eine Reduzierung des zu zahlenden Beitrags realisieren lassen. Diese Flexibilität durch das Tarifwechselrecht oder eventuell bestehende Optionsrechte würden Sie bei einem Anbieterwechsel ebenfalls aufgeben. Weitere Informationen zum Tarifwechselrecht finden Sie auch unter den Fragen 19 - 21.


25. Warum bin ich bei der uniVersa Krankenversicherung a. G. weiterhin sehr gut versichert?

uniVersa Krankenversicherung a. G.: Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

Sie, als uniVersa-Kunde, sind etwas Besonderes. Denn als Kunde sind Sie gleichzeitig auch Mitglied. Ihre Zufriedenheit steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit sind wir eigenständig und müssen keine Aktionäre bedienen. Die Überschüsse fließen zu über 88 % in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Der Rest dient ausschließlich der Stärkung des Eigenkapitals.

uniVersa Krankenversicherung a. G.: Ein sicherer Partner

Dies zeigt sich z. B. an einer Eigenkapitalquote von 32,7%. Ein Wert, der deutlich über dem Branchenniveau von 17,1% liegt.

uniVersa Krankenversicherung a. G.: Produkte mit langfristiger Qualität

In Ihrem Interesse setzt die uniVersa Krankenversicherung a. G. seit jeher auf Qualitätsprodukte und verzichtet bewusst auf Billigtarife ohne elementare PKV-Kernleistungen sowie auf versteckte Leistungseinschränkungen durch Preis-/Leistungsverzeichnisse.

uniVersa-Tarifwechselrecht

Oft ist der Abschluss einer privaten Krankenversicherung eine Entscheidung fürs Leben. Umso wichtiger ist die Flexibilität auch nach dem Vertragsabschluss. Deshalb gibt es bei der uniVersa Krankenversicherung a. G. ein Tarifwechselrecht, das branchenweit führend ist. Im Gegensatz zu anderen privaten Krankenversicherern sind die meisten Tarifwechsel, auch bei eventueller Mehrleistung des neuen Tarifes, ganz ohne Gesundheitsprüfung möglich. Wir informieren Sie hier gerne.

uniVersa Krankenversicherung a. G.: Schnelle Leistungserstattung

Als uniVersa-Versicherte(r) haben Sie die schnellstmögliche Bearbeitung Ihres Anliegens verdient. Wie ernst wir dieses Anliegen nehmen, beweist die durchschnittliche Bearbeitungszeit von 3 - 4 Tagen bei Leistungserstattungen.

Leistungs- und Servicemanagement

Mit der uniVersa RechnungsApp und der Upload-Funktion auf unserer Homepage können Sie Belege für die Krankenversicherung schnell und einfach einreichen. In der uniVersa e-Abrechnung können Sie Leistungsabrechnungen und Schreiben zur Krankenversicherung bequem online abrufen. Die Vorteile der uniVer-sa e-Abrechnung können Sie übrigens auch ohne die uniVersa RechnungsApp nutzen.

Vorteile der uniVersa RechnungsApp und e-Abrechnung

  • Belege bequem und schnell einreichen, egal wann und wo – fotografieren Sie einfach Ihre Arztrechnungen, Rezepte oder Heil- und Kostenpläne mithilfe der integrierten Fotofunktion der App mit Ihrem Smartphone oder Tablet und senden uns die fotografierten Belege per App.
  • Sichere Übertragung Ihrer Daten – Ihre Belege werden sicher und verschlüsselt an uns übersendet und sind vor fremden Zugriffen geschützt.
  • Sofortige Rückmeldung über eingegangene Belege – sind Ihre fotografierten Belege bei uns angekommen, informiert Sie die App automatisch.
  • Elektronische Rückmeldung in der e-Abrechnung – sobald Ihre Belege bearbeitet sind, erhalten Sie eine E-Mail. Ihre Dokumente, z. B. Leistungsabrechnungen, können Sie dann elektronisch in unserer e-Abrechnung abrufen.
  • Zeit und Geld sparen – kein Umweg mehr zur Postfiliale und keine Portokosten.

Die uniVersa Krankenversicherung a. G. bietet Ihnen ein umfassendes Leistungs- und Servicemanagement mit vielen Hilfestellungen an. Darunter fällt ein kostenfreier Rechnungs-Check ebenso wie eine Direktkorrespondenz mit Ärzten bei gebührenrechtlichen Unklarheiten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit – gerade bei größeren oder seltenen Operationen – eine Zweitmeinung einzuholen.

Zudem gibt es als besonderen Service ein Gesundheitstelefon, die sog. uniVersa mediLine, ein Gesundheitsportal im Internet mit weiteren nützlichen Tipps rund um das Thema Gesundheit.

Für chronisch Kranke werden bei Herzerkrankungen, Asthma, Diabetes und Brustkrebs spezielle telefonische Dienstleistungen mit konkreten Hilfen und zusätzlichen Informationen angeboten. Im Hinblick auf einen optimalen Kundenservice arbeiten wir auch mit diversen Kooperationspartnern zusammen. Zum Beispiel im Rahmen der Hilfsmittelversorgung mit der Firma KIND, bei der der Versicherte ganz besondere Vorteile, wie z. B. Hausbesuche, umfassende Nachbetreuung, usw. genießt.

Informationen zu allen weiteren Kooperationspartnern sowie den jeweiligen Vorteilen für unsere Versicherten finden Sie auch in unserem Kundenservicebereich.


26. Was unternimmt die uniVersa Krankenversicherung a. G., um Beitragsanpassungen zu vermeiden?

Prüfung von Aufnahmeanträgen neuer Mitglieder

Die systematische Risikoprüfung der uniVersa Krankenversicherung a. G. soll den zukünftigen Beitragsanpassungsbedarf reduzieren. Dabei orientiert sich die Risikoeinschätzung nicht nur am aktuellen Gesundheitszustand, sondern berücksichtigt auch erwartete, künftige Kosten. Vereinbarte Zuschläge für erhöhte Risiken oder ggf. sogar die Ablehnung von Anträgen verhindern, dass überproportional hohe Leistungsausgaben durch Beitragsanpassungen in der Zukunft ausgeglichen werden müssen.

Bar-Beitragsrückerstattung

Durch gezieltes Wirtschaften mit Ihren Beiträgen und auch Ihrem kostenbewussten Verhalten können sich jährlich finanzielle Überschüsse ergeben. Versicherte, die in einem Jahr leistungsfrei geblieben sind, belohnt die uniVersa Krankenversicherung a. G. seit Jahren mit einer Auszahlung. So ist es möglich, dass Sie pro Jahr bis zu vier Monatsbeiträge zurückerhalten. Gleichzeitig werden durch die Leistungsfreiheit die Leistungsausgaben gesenkt, was Beitragserhöhungen entgegenwirkt.

Leistungs- und Servicemanagement

Durch ein effizientes Leistungs- und Servicemanagement können überhöhte Rechnungen erkannt und vermieden werden. So gelingt es der uniVersa Krankenversicherung a. G. häufig eine Korrektur der Rechnung zu erreichen. Dies wirkt ebenfalls direkt auf die Leistungsausgaben und verringert somit den zukünftigen Beitragserhöhungsbedarf.


27. Was unternimmt die uniVersa Krankenversicherung a. G., damit die Beiträge auch im Alter bezahlbar bleiben?

Bildung von Alterungsrückstellungen

Im Gegensatz zur GKV bildet die PKV Alterungsrückstellungen, da mit dem Alter die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen steigt und alleine wegen diesem vorhersehbaren Umstand die Beiträge nicht steigen.

80-jährige Männer benötigen z. B. etwa achtmal so hohe Aufwendungen für Arzneimittel wie 40-jährige. In der Beitragsberechnung der PKV ist diese Entwicklung bereits einkalkuliert: Indem sie Alterungsrückstellungen bildet, trifft die PKV Vorsorge für die mit dem Alter steigende Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen.

Der Beitrag in der PKV wird deshalb über die gesamte Versicherungsdauer so kalkuliert, dass er in jungen Jahren oberhalb der tatsächlich in Anspruch genommenen Leistungen und in späteren Jahren unterhalb dieser Leistungen liegt. Die Differenz zwischen dem tatsächlichen Beitrag und den rechnerischen Kosten für Gesundheitsleistungen in jungen Versicherungsjahren (= Sparanteil) wird in der Alterungsrückstellung verzinslich angelegt. Wenn in späteren Lebensjahren die rechnerischen Kosten für Gesundheitsleistungen über dem Beitrag liegen, dann wird die Differenz durch Entnahme aus den Alterungsrückstellungen (= Verbrauch des Sparanteils) finanziert.


Aktuell erhöht die uniVersa Krankenversicherung a. G. die Rückstellungen zur Sicherung der Beiträge im Alter jährlich um einen Betrag in Höhe von über 52% der Beitragseinnahmen – ein Spitzenwert in der Branche.

Gesetzlicher Altersentlastungszuschlag in Höhe von 10%

Im Jahr 2000 wurde der gesetzliche 10%-Zuschlag für Krankheitskostenvollversicherte eingeführt. Er wird für alle Versicherte zwischen 21 und 60 Jahren erhoben. Der gesetzliche Zuschlag wird in voller Höhe zum Aufbau einer zusätzlichen Alterungsrückstellung verwendet und dient der Beitragssicherung und -stabilisierung im Alter. Das so zusätzlich angesparte Kapital wird ab dem 65. Lebensjahr zur Abmilderung von Beitragsanpassungen und – soweit darüber hinaus noch Mittel vorhanden sind – ab dem 80. Lebensjahr zur Beitragssenkung verwendet.

Direktgutschrift

Als Versicherte(r) werden Sie an den erwirtschafteten Zinsüberschüssen beteiligt. Ein Großteil des sogenannten Überzinses wird ebenfalls dazu verwendet, Beitragserhöhungen ab dem 65. Lebensjahr abzumildern und – soweit darüber hinaus noch Mittel vorhanden sind – ab dem 80. Lebensjahr den Beitrag zu senken. Zwischen 2001 und 2020 waren dies bei der uniVersa über 113 Mio. EUR.

Mittel aus Unternehmensüberschüssen

Für Sie werden von der uniVersa Krankenversicherung a. G. erhebliche Überschussmittel (Zins- und Unternehmensüberschüsse) zur Begrenzung der notwendigen Beitragserhöhungen eingesetzt. Zur Limitierung der aktuellen Beitragsanpassung und auch möglicher künftiger Beitragsanpassungen sind dies zum 01.01.2020 über 69 Mio. EUR. Seit 2001 hat die uniVersa ihren Bestandskunden insgesamt circa 575 Mio. EUR aus Überschüssen zur Vermeidung bzw. Begrenzung von Beitragserhöhungen zur Verfügung gestellt


28. Wie kann ich mich kostenbewusst verhalten und damit die Entwicklung der Beiträge positiv beeinflussen?

Durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheitsleistungen kann jeder zum Wohl der Versichertengemeinschaft beitragen. Denken Sie nur an...

  • Medikamente

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach preisgünstigeren Arzneimitteln mit gleicher Wirkung (Generika) oder kleineren Packungsgrößen. Diese reichen oftmals für die Behandlung aus.

  • Zahnersatz

Die Preise für Zahnersatz liegen trotz gleicher Ausführung, je nach Zahnarzt und Labor, oft weit auseinander. Unterschiede von mehreren Tausend Euro sind dabei keine Seltenheit. Die Einholung eines zweiten Heil- und Kostenplans von einem anderen Zahnarzt spart eventuell sowohl der Versichertengemeinschaft, als auch Ihnen viel Geld.

  • Rechnungskontrolle

Gerne prüfen unsere Spezialisten Ihre Arzt- oder Zahnarztrechnung auf gebührenrechtliche Richtigkeit, bevor Sie diese bezahlen.

  • Hilfsmittel

Wir kooperieren bundesweit mit Sanitätshäusern, die Ihnen sowohl eine kompetente Beratung als auch Preisvorteile bieten.

Sofern sie uns keine Rechnungen einreichen, belohnen wir dieses kostenbewusste Verhalten übrigens mit einer Bar-Beitragsrückerstattung von bis zu vier Monatsbeiträgen des jeweiligen Tarifs.


29. Wodurch reduziert und stabilisiert sich mein Beitrag ab dem 60. Lebensjahr?

Entfall „gesetzlicher Zuschlag"

Der „gesetzliche Zuschlag" wird lediglich bis zum 60. Lebensjahr erhoben und ist danach nicht mehr zu entrichten. Das bis dahin angesparte Kapital wird ab dem 65. Lebensjahr zur Abmilderung von Beitragsanpassungen und – soweit darüber hinaus noch Mittel vorhanden sind – ab dem 80. Lebensjahr für Beitragssenkungen verwendet.

Entfall Krankentagegeld

Mit dem Ende Ihrer Erwerbstätigkeit endet auch Ihre Krankentagegeldversicherung. Dadurch reduziert sich der zu zahlende monatliche Beitrag.

Auskehrungen Direktgutschrift

Mindestens 90% des Überzinses werden in Form von Direktgutschriften ab Ihrem 65. Lebensjahr dazu verwendet, Beitragserhöhungen zu vermeiden bzw. abzumildern. Ab dem 80. Lebensjahr werden die Direktgutschriften – soweit darüber hinaus noch Mittel vorhanden sind – für Beitragssenkungen verwendet.

Tarifwechselmöglichkeiten

Unser branchenweit führendes Tarifwechselrecht bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Beitragsreduzierung. Die meisten Umstellungen sind auch bei Mehrleistung des neuen Tarifes i. d. R. ohne Gesundheitsprüfung möglich. Rufen Sie uns an, wir informieren Sie gerne. Weitere Informationen zum Tarifwechselrecht finden Sie auch unter Fragen 19 - 21.


30. An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?

Als uniVersa-Kunde haben Sie die bestmögliche Beratung verdient. Und das nicht nur bei Vertragsabschluss, sondern gerade während der Vertragslaufzeit. Bei uns stehen Ihnen qualifizierte Ansprechpartner Rede und Antwort.

Haben Sie Fragen zu Ihrem Vertrag oder wünschen Sie eine Optimierung Ihres Versicherungsschutzes?

Rufen Sie uns an, unser Serviceteam berät Sie gerne.
Sie erreichen uns montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Rufnummer +49 911 5307-3699.